Ecuador: Markttag in Otavalo

Die Stadt Otavalo im Norden von Quito ist für seinen Markt bekannt. Über die ganze Innenstadt erstrecken sich jeden Samstag Stände mit Kleidung, Schnickschnack und natürlich: Essen!

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Markttag in Otavalo. Da schlägt das Shoppingherz höher.

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Einfache Küche und einfache Gerichte für ein paar Dollar.

An der einen Ecke werden Bananen gegrillt, die man, wie ein Hotdog im Brötchen, in einem braunen Papier in die Hand gedrückt bekommt. Geschnittene Mangos und Wassermelonen in Plastikbechern, werden von einem jungen Mann auf einem Tablett auf dem Kopf durch die Straßen getragen. Die Mangos hier sind nicht mit denen aus Deutschland zu vergleichen – oder besser gesagt, denen in Deutschland fehlt dieser pure Mango-Geschmack. Und den Avocados in der Heimat die Sämigkeit.

Ich liebe die Früchte hier und könnte mich beinah ausschließlich von den Säften ernähren, die es überall in den Markthallen der Städte gibt. Leider wird in fast jeden Mixer neben frischen Früchten und Milch mit einer kleinen Schaufel Unmengen Zucker hinzugefügt.

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Juegos y Batidas, Säfte und Milchshakes findet man in jeder Markthalle.

Kühe, Schweinchen und Küken zu verkaufen

Doch das Highlight des Markttags in Otavalo ist der Viehmarkt, von dem Ecuadorianer mit Kühen und Kälbern, Hühnchen und Küken, Schweinchen und Karnickeln – oder vielleicht einem Cuy, einem Meerschweinchen, nach Hause gehen. Bestimmt auch nur, um ihnen ein neues Zuhause zu geben und sie den ganzen Tag zu tätscheln!!!

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Schweinchen als neues Haustier!

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Der Preis für eine Kuh: 400 Dollar.

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Ein Cuy als Snack?

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Oder lieber doch ein paar Hühnchen in den Einkaufsbeutel?

6 Gedanken zu “Ecuador: Markttag in Otavalo

  1. Vielen Dank für den Beitrag mit den schönen Fotos. Auf meiner Reise mit ÖV von Equador nach Venezuela vor 30 Jahren kam ich auch nach Otavallo. Damals gab es noch keine Marktstände, nur einige Garküchen am Rande des Viehmarktes. Hier ein paar Auszüge aus meinen nachträglichen Notizen: “Als ich in der ecuadorianischen Grenzstadt Otavallo den berühmten Viehmarkt besuche, kommt es zu einer lustigen Begegnung. Hier treffe ich nämlich Georg, einen Kumpel von meinem Münchner Globetrotter-Stammtisch. Als wir uns das letzte Mal gesehen haben, hat er sich nach Neuseeland und ich nach Surinam verabschiedet. Keiner ist schließlich zum angepeilten Ziel gereist. Und Surinam steht weiterhin auf der Warteliste….. Ich muss mir beim Lunch auf dem Sonntagsmarkt von Otavallo den Magen verdorben haben und hänge herum wie ein nasser Waschlappen. Aber die Straße ruft, der Reisende muss weiter ziehen. So sitze ich im Bus und kneife die Arschbacken zusammen, nutze jede Fahrtunterbrechung, um mich hinter einen der kargen Büsche zu kauern. Am frühen Nachmittag hat der Bus sein Ziel erreicht, die Provinzhauptstadt Tulcan und in der fast 3000 Meter hoch gelegenen Stadt ist es saukalt. Ich steige in ein Collectivo (Sammeltaxi) um und bin in wenigen Minuten an der kolumbianischen Grenze. Die Formalitäten sind so schnell erledigt, dass ich fast vergesse, nochmals eine Toilette aufzusuchen. Das Sammeltaxi zur Grenzstadt Las Lajas ist ein vergammelter uralter amerikanischer Straßenkreuzer, dessen Türen mit Drähten zusammengehalten werden. Ich quartiere mich in einer einfachen Pension ein und schaffe es vor Sonnenuntergang gerade noch zum berühmten Santuario zu kommen, neben Montserrat der bekannteste Wallfahrtsort Kolumbiens. Die bezaubernde Kirche ist in einen Canyon gebaut, ein geradezu verwunschener Ort. In einem kleinen Laden treibe ich eine Papaya, die ihren Weg aus den tropischen Gefilden hierher gefunden hat, auf. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Kerne ein gutes Heilmittel gegen Durchfall sein sollen. Papaya, mit den Kernen gegessen und Tee, das wird meine Diät für die nächsten Tage. Und es wirkt. Drei Tage später notiere ich in meinem Tagebuch: „Am Morgen kleine Würstchen“.

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    • Hi Wolfgang, freut mich, dass da Erinnerungen wach werden! Da muss dich ja echt die Reiselust ganz schön gepackt haben, wenn du selbst mit verdorbenem Magen weiterreist! Warst du nur in Otavalo als du in Ecuador warst?

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  2. Hi Anke,
    deinen Blog habe ich mal wämsten empfohlen bekommen von Moni & Angi und ich muss sagen, die haben wirklich nicht übertrieben. Man liest mit Vergnügen deine Berichte und fühlt sich direkt mitgenommen und aus seiner Welt (TU Bib in Braunschweig) abgeholt, für ne kurze Fahrt um die Welt bereit. 🙂 Deine Bilder beeindrucken mich und erzählen so viel mit der kurzen Momentaufnahme. Ich werde mit Sicherheit nicht das letztemal auf deinem Blog gewesen sein.
    Sei weiterhin so ein hervorragender Beobachter und Botschafter für das Reisen, ich kann davon nie genug haben…
    By the way ich war auch in Otavalo und muss sagen, es sieht noch fast genauso aus wie vor gut 6 Jahren. Die vielen bunten Kleiderstände, die vielen kleinen Küchen mit allerlei Leckereien und dazu noch das südamerikanische Treiben, was einem sofort einfängt und man sich direkt auf Erkundungsreise begiebt.
    Weiterhin eine tolle und aufregende Reise und viele tolle Eindrücke und niemals vergessen “Carpe diem”, denn so jung und wild kommst du nicht so schnell wieder an genau dem Ort, an dem du dich gerade befindest. 🙂
    Jenson

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    • Awwwww! Vielen, vielen Dank für die lieben und ermutigenden Worte! Freue mich immer tierisch über solch ein Feedback! Wie lange warst du damals in Ecuador?

      Ich genieße die Zeit hier sehr und möchte gar nicht mehr weg :).

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  3. Hi, schön zu hören, dass dir meine Worte gefallen. 🙂
    Ich bin damals aus Peru gekommen und später weiter nach Kolumbien und war ca. 4 Wochen in Ecuador. Bin einmal quer durch das Land über Cuenca und Guayaquil weiter an die Küste und später nach Quito. Fand die Vielfalt der Landschaften so beeindruckend, grüne Regenwälder, riesige Vulkane und Berge und dazu noch eine wunderschöne Küste. Man bekommt so unheimlich viel geboten auf kleinen Raum. Eigentlich wollte ich noch auf die Galapagos Inseln, aber dafür reichte mein Budget nicht mehr.

    Genieße deinen Reise und pass immer gut auf dich auf!
    Liebste Grüße aus Braunschweig 🙂

    Jenson

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