Tasmanien: Wohin als nächstes?

Cliffton Beach, unsere Homebase
Ein Monat sind wir jetzt schon wieder in Deutschland. Fern dem Ozean, in welchem wir während unserer letzten Tage noch ein paar Wellen surften. Der Parkplatz am Cliffton Beach wurde wieder unsere Homebase. Wir wollten überhaupt nicht zurück in vier Wände. Statt die letzten zwei Tage in Hobart in einem Hostel zu verbringen um sich zu „akklimatisieren“, mieteten wir den Campervan zwei Tage länger. Das einzige Eingeständnis, das wir dem Komfort und der Frische wegen machten, war die letzte Nacht auf einem Campingplatz. Ich wollte definitiv eine Dusche, bevor wir 36 Stunden zurück nach Deutschland unterwegs sein werden.

Die letzten paar Tage kämpften wir uns tapfer ins Meer. Ein Tipp: Nur weil ihr nach Australien fliegt, heißt das nicht, dass das Meer warm ist! Nehmt euch definitiv einen langen Neo mit, wenn ihr plant euch länger im Wasser aufzuhalten. Doch da mussten wir jetzt durch. Nachdem man die ersten kalten Wogen in den „wetty“ bekommt (australisch für Neoprenanzug) und man sich halb verausgabt ins Line-Up, also hinter die gebrochenen Wellen zu kommen, war einem dann doch schnell wieder warm.

Vom Strand aus denkt man sich – joah, die Wellen sehen schon ein bisschen hoch aus, aber das wird schon. Wenn man dann vor einer solchen sitzt denkt man sich, joah, die Wellen sind definitiv ganz schön hoch, und das wird doch nicht so wirklich.

Und wenn man dann eine erwischt, es sich anfühlt, als würde man beinah zwei Meter nach unten sausen, bestimmt wie ein richtiger Profi surfen, dann sieht das in Wirklichkeit so aus:

Und so:

Wie bekommt man ein Surfboard zurück nach Deutschland?
Erst einmal gar nicht. Denn man vergaß scheinbar, Chris Surfboard bereits in Tasmanien einzuladen. Also kam auch kein Surfboard am Sperrgepäckband in Frankfurt raus. Dabei hatte er es so sorgsam in Bubble-Folie eingewickelt. Entweder würde das Board innerhalb von zwei Wochen zu uns geschickt werden, oder Chris würde 50 % vom Wert zurückerstattet bekommen. Großzügig würde ich das jetzt nicht nennen, schließlich war das Board gerade einmal zwei Wochen alt, das Boardbag ebenfalls und der darin verstaute Umzieh-Poncho hatten nicht nur einen materiellen sondern auch emotionalen Wert. Drei Tage lang ließ man uns im Glauben, dass das Surfboard tatsächlich verschwunden war. Keiner fand es mehr. Das Surfboard war einfach weg.

Doch dann der bereits nicht mehr erwartete Anruf: Es war doch wieder aufgetaucht und innerhalb eines Tages wurde es uns bis vor die Haustür geliefert. Beinah unversehrt. Ein paar kleine neue Dellen waren schon drin. Dafür mussten wir es nicht vom Flughafen bis hierher schleppen. Positiv denken!

Jede Airline hat andere Konditionen zum Transport von Surfboards
Wer sein Surfboard im Australien kauft, muss es auch irgendwie zurück nach Deutschland bekommen. Doch je nach Airline gibt es hier andere Konditionen, die vorher gecheckt werden sollten.

Bei Singapur Airlines muss man das Surfboard vorher online anmelden. Das muss nicht bereits bei der Buchung des Tickets passieren, sondern kann auch im Nachgang erfolgen. Dabei darf das Gesamtgewicht deines normalen Gepäcks plus Surfboard nicht mehr als 30 kg überschreiten (Stand März 2016).

Bei Virgin Australia sollte man das Surfboard ebenfalls vorher anmelden, dann kostet der Transport 35 AUS$ extra, ohne vorherige Anmeldung 70 AUS$. Dabei darf das Gepäck eine maximal festgelegte Größe nicht überschreiten (Stand März 2016).

Da sich die Konditionen der Airlines jederzeit ändern können und jede Fluggesellschaft wie gesagt andere Konditionen hat, solltet ihr diese auf deren jeweiligen Websites rechtzeitig prüfen.

Taxback am Flughafen nicht vergessen (Tourist Refund Scheme (TRS))
Ein Surfshopverkäufer in Torquay, bei dem wir später jedoch nicht das Board kauften, gab uns den Tipp sich die Steuern für das in Australien neu gekaufte Board bei der Ausreise wiederzuholen. In Deutschland galt es dann bereits als benutzt und man muss keinen Zoll zahlen. Behaltet also eure Kassenbons bei Einkäufen von Gegenständen im Wert von mehr als 300 AUS$ und holt euch die Steuern im Flughafen bei der Ausreise wieder zurück. In diesem Fall bedeutete das knapp 90 AUS$ (~ 60 €) – haben oder nicht haben würde ich sagen.

Was es dabei noch zu beachten gilt, findet ihr hier.

Wohin als nächstes reisen?
Oft ist das Reisefieber gerade dann am größten, wenn man gerade wieder in Deutschland gelandet ist. Man ist noch vollgepumpt mit den ganzen spannenden, neuen Erfahrungen und möchte noch mehr davon. Man ist süchtig danach. Alltag und Arbeiten klingen nicht gerade einladend.

So saß ich bereits am S-Bahnhof am Frankfurter Flughafen mit Handy in der Hand und Backpack auf dem Rücken und suchte mir meine nächsten Reiseziele aus. Sumatra in Indonesien oder Sambia in Afrika? Wilde Orang-Utans oder Safari?

Doch zuerst steht ein Wochenendtrip in den Großstadtdschungel Prag an. Muss ja nicht immer gleich ans andere Ende der Welt sein. Obwohl …

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