Tasmanien: Cradle Mountain-Lake St. Clair National Park

Wir verlassen an diesem Tag das kleine Örtchen Mole Creek und machen uns auf in die Wildnis – um genau zu sein in den Cradle Mountain-Lake St. Clair National Park (ja, er heißt wirklich sehr kompliziert). Wie bereits das eine oder andere Mal erwähnt sind wir da eher so die Wander-Muffel. Doch man kann nicht sagen Tasmanien wirklich gesehen zu haben, wenn man nicht den einen oder anderen Kilometer gelaufen ist. So langsam machte es mir sogar Spaß, schließlich sieht man alles aus einer ganz anderen Perspektive als aus dem Auto. Auch wenn ich Roadtrips über alles liebe – man sieht auf den eigenen Füßen einfach noch einmal viel mehr!

 Wir entschieden uns für den Dove Lake Walk, ein sechs Kilometer langer, etwa zweistündiger Rundweg um den See. Diese Wanderung gilt als eine der schönsten Halbtageswanderungen Tasmaniens. Auf diesen sechs Kilometern zeigt sich die Natur in ihrer vollen Schönheit und Facetten.

Wir bestiegen einen riesengroßen Gletscherstein, von welchem man einen wunderschönen Ausblick auf den See und die dahinter liegenden Berge hat. Das Blau des Wassers strahlte mit dem Himmel um die Wette und kein einziges Wölkchen zeigte sich.

 Wir machten eine kleine Rast an einem weißen Kieselstrand und genossen das beeindruckende Bild. Ich kam gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. „Oh, wie schön!“, „Oh, ist das toll!“. In dem Moment krabbelte eine kleine Spiderman-Spinne in blau-rot über Chris Bein. Welcome to Australia! Wo Schönheit und Gefahr so nah beieinander liegen!

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Okay, spätere Recherchen haben ergeben, dass diese Spiderman-Spinne, eigentlich Red an Black Spider (Ambicodamus sp) genannt, gar nicht gefährlich ist. Nicht zu verwechseln mit der Redback Spider oder der Black Widow, die sehr giftig und deren Bisse sehr schmerzhaft sind. Doch das wussten wir in dem Moment ja noch nicht, als Chris schnell aufsprang, sie abschüttelte und mir diese Worte durch den Kopf gingen. Bah, bei den ganzen Spinnenbildern, die ich mir gerade angesehen habe, kommt mir schon das Krabbeln.

Nach dieser Aufregung setzen wir unseren Weg ungestört fort, durch Wälder, entlang stacheliger kleiner Büsche, grauer Bäume, über Holzplanken und auf hellem Schotter und Steinen. Definitiv mit eine der schönsten Ecken Tasmaniens soweit!

 

 

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