Australien: Melbourne – irgendwo zwischen Berlin und Hamburg

Nach Abgabe unseres Campervans Chewie, der sich in zwei Wochen und 2.800 ks (englische Abkürzung, sprich: kays) als treues Gefährt erwiesen hat, fuhren wir von dort mit einem Großraumtaxi (denn so ein Surfboard braucht v.a. dick und sicher eingepackt ziemlich viel Platz) zum Verkehrsknotenpunkt und Zug-Haltestelle Southern Cross. Roman warnte uns schon vor, dass eine Zugfahrt von der Innenstadt bis zu ihm eine Stunde dauern würde, doch das machte uns nichts aus. Ich organisierte uns eine für die Fahrt notwendige Myki-Karte, lud Guthaben drauf für unsere nächsten Fahrten zu Roman und zum Sightseeing zurück in die Innenstadt und kümmerte mich schon einmal um die Tickets für den SkyBus am 26. Februar. Den Flughafen in Melbourne erreicht man nicht über die normalen öffentlichen Verkehrsmittel, stattdessen fährt ein ShuttleBus für 18 $ pp mit extra viel Platz für Gepäck alle 10-20 min von der Haltestelle Southern Cross zum Flughafen.

Eine Nachbarin von Roman sammelte uns kurz vor Romans Haustür ein, da er sich aufgrund des Melbournes Verkehr verspätete, und versorgte uns mit kalten Getränken. Auch vor dem Melbourner Verkehr hatte er uns schon gewarnt. Kurze Zeit später stand Roman auch schon in der Tür und ich hab ihn auch nach 7 Jahren gleich wiedererkannt. 7 Jahres ist das schon her – krass!

Am folgenden Tag schlenderten Chris und ich durch Melbourne und entdeckten die Innenstadt. Die Trams in der Innenstadt sind kostenfrei und die Ringbahn (Nr. 35), eine historische Straßenbahn, die schön rattert und schaukelt, könnte man als kostenfreie Hop-On-Hop-Off-Touristen-Straßenbahn bezeichnen. Sie hält an vielen (touristisch) interessanten Stationen und über die Ansage kann man sich mit Infos über die einzelnen Haltestellen und nebenstehenden Gebäude berieseln lassen. Leider rattert die Bahn so schön nostalgisch laut, dass man nicht alles mitbekommt, doch man kann einige Brocken aufschnappen. Eine super Sache, um einen ersten Überblick über die Stadt zu erhalten, oder einfach Mal die Füße auszuruhen und trotzdem etwas zu sehen. Schließlich ist es umsonst.

Melbourne könnte man als eine Mischung aus Berlin und Hamburg beschreiben, etwas Hipster, etwas vegan, süße kleine, individuelle Geschäfte, große Einkaufszentren, und spannende, besondere und schöne Nebenstraßen. Prunk nur wenige Blöcke neben Straßenkunst. Nostalgisch und doch neu. Eine Großstadt mit versteckten Facetten.

Mein persönliches Highlight: Die Hosier Lane
Hier können Künstler / Sprayer Straßen, Wände und Mülltonnen in bunten Graffiti-Farben tauchen.

Am letzten Abend zauberte uns Leigh, Romans Freundin, ein ganz besonderes Dinner: Känguru-Fleisch, Kartoffeln und Salat. So gut hatten wir schon sehr lange nicht mehr gegessen – bei uns gibt es hauptsächlich Nudeln mit Tomatensoße und Wraps, ab und zu mal Nudeln mit Tomatensoße und wenn wir ganz verrückt sind Wraps oder Nudeln mit Tomatensoße. Das Känguru-Fleisch kann man wie bei uns Hühnchen in jedem Supermarkt in allen Formen und falls gewünscht Gewürzvariationen kaufen. Es ist dunkel und sieht in etwa so aus wie Rind, schmeckt auch ein bisschen so, hat trotzdem einen eigenen Geschmack. Die Australierin gab uns den Tipp, dass das Fleisch am besten raw“ – also roh, nur ganz ganz kurz angebraten – gegessen werden sollte, da es sonst zäh wird. Es enthält nämlich nur sehr wenig Fett.

Känguru-Fleisch in Australien probieren: Haken mit Sternchen (*von einer echten Australierin zubereitet).

Wir hatten wir eine sehr schöne Zeit bei den Beiden und ihren zwei Wuffis. Die Hacken sind heile geblieben und es war toll einen alten Bekannten nach so langer Zeit wiederzusehen.

8 Gedanken zu “Australien: Melbourne – irgendwo zwischen Berlin und Hamburg

  1. Melbourne ist meine persönliche Top-Stadt Down Under. Frage, hast du schon mal so ein richtige Aussi-Steak vom Rind probiert? Weißt du dass der Verzehr von Känguru-Fleisch in Australien ziemlich umstritten ist? Weiterhin viel Spass da unten!

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  2. Mein erster Gedanke bei deiner Beschreibung von Melbourne UND den Bildern war: hört sich an wie Frankfurt in groß! 😉 muss ich wohl irgendwann mal austesten…

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