Australien: Koala Town auf der Great Ocean Road

Die Planungen gingen auf und der Himmel wurde immer blauer. Nach unserer morgendlichen Surfsession ging es dann tatsächlich auf die Great Ocean Road und damit an der Südküste Australiens von Torquay bis nach Port Campbell. Die gesamte Great Ocean Road geht eigentlich bis nach Peterborough, doch wir ließen das letzte kleine Stück und damit die Bay of Islands aus Zeit- und Lustgründen aus.

Dieser Straßenabschnitt ist eine der berühmtesten Straßen Australiens und gilt auch als schönster Küstenabschnitt. Sobald wir Torquay verlassen haben, schlängelt sich die Straße am Meer, an Klippen, Küsten und Stränden, durch Regenwälder und Weiden entlang bis man schließlich auf die zwölf Apostel trifft.

Koala Town
Auch wir schlängeln uns mit unserem Camper die schöne Küstenstraße entlang und erhaschen weite Blicke über das Meer und seine Surfstrände. Wir halten an, wo es uns gefällt und wir genießen die Sonne auf unserer Haut, die Meeresbrise, die um unsere Nasen weht, und den weißen Sand unter unseren Füßen. Dabei teilen wir uns stets den Ausblick mit anderen Urlaubern.

Unser erstes Ziel ist Kennett River, ein Örtchen, an dem Koala-Sichtungen garantiert sein sollen. Doch bevor wir es erreichen, sahen wir unseren ersten Koala bereits auf der Straße. Ein Stau hatte sich gebildet und ein engagierter Mann hielt den Verkehr auf, denn ein Koala war von den über der Straße liegenden Klippe gefallen. Er torkelte am Seitenstreifen entlang, bis eine Frau ihn beherzt in ein Handtuch packte, um ihn zur Wildlife-Versorgung zu bringen. Wie laut so ein Koala fauchen kann! „That happens a lot“, lässt uns der verkehraufhaltende Australier wissen. Armer Koala, das muss ein ganz schön schmerzhafter Sturz gewesen sein. Leider sehen wir auch auf diesem Straßenabschnitt immer wieder tote, zerfetzte und angefressene Tiere am Straßenrand liegen. Trotzdem entfährt mir bei jedes Mal ein trauriges „Oh“ und ein „der schläft nur“.

Wir fahren weiter und uns erwarten in Kennett River tatsächlich quicklebendige (heißt meistens schlafende) Koalas auf den Bäumen. Gleich beim „Koala Cafe“ im Ort, das man mit dem leuchtend roten Dach und der weißen Aufschrift eigentlich nicht verfehlen kann, sahen wir eine Traube Menschen, die in einen Baum hochschauten. Schnell einparken und mitschauen. Und tatsächlich, dort hing nur wenige Meter über uns ein plüschiger Koala in den Bäumen und er bewegte sich sogar! Kletterte die Äste hoch und griff nach Eukalyptus-Blättern. Dabei wagte er sich auf immer dünner werdende Äste und mir stockte jedes Mal der Atem, wenn er noch ein wenig höher, und noch ein wenig höher kletterte. Er war doch so plüschig und pummelig und bestimmt viel zu schwer für die Ästchen. Der Eukalyptus ist doch bestimmt 2 Meter tiefer genauso grün.

Doch es ging noch einmal alles gut und so wie er sich neuem Eukalyptus widmete, machten wir uns auf die Suche nach neuen plüschigen Koalas. Wir schlenderten gleich hinter dem Camplingplatz die Grey River Road entlang und durchs Gebüsch. Den Blick stets nach oben gerichtet. Da! Fast hätte ich ihn übersehen: Einen weiteren Koala-Popo. Mehr sahen wir auch nicht von ihm, denn er hing hoch über uns im Geäst und von der anderen Seite verdeckten ihn Blätter. Doch es ist allein unser Koala-Popo. Wir haben ihn fern der Straße im Gebüsch entdeckt. Auch in der Nähe unseres Auto und am Spielplatz auf dem Campingplatz entdeckten wir noch welche und unsere Koala-Bilanz stieg genauso wie unsere Känguru-Bilanz ins positive.

Ein weiteres Highlight, waren die Papageien auf dem Parkplatz. Mit ein paar Körnern Vogelfutter angelockt, saßen sie einem auf der Hand und ließen sich füttern, kämpften und flogen herum. Ja, ich weiß – eigentlich soll man keine Tiere füttern, aber wenigstens war es für Vögel verdauliche Körner (Ausrede überzeugt schlechtes Gewissen).

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