Australien: Tipps für einen unendlich langen Flug

Wir freuen uns – nicht nur einen Keks, sondern eine ganze Keksfabrik. Langsam findet jeder Socken seinen gleichfarbigen Partner, die Packliste wird erstellt und die Waschmaschine läuft auf Hochtouren. Das kann nur bedeuten, dass wir nur noch 2 1/2 Mal schlafen müssen, bis wir in Frankfurt in den Flieger nach Australien über Singapur steigen werden. 1/2 übrigens, weil die letzte Nacht sehr kurz sein wird.

Ich habe ja bereits so den einen oder anderen Langstreckenflug hinter mir und mit den Jahren habe ich mir ein (für mich) ausgeklügeltes Packsystem für die Zeit an Bord entwickelt. Denn im Flieger ist alles ein wenig komplizierter – zu warm, zu kalt, die Haare kleben elektrisch am Kopf, man fühlt sich als hätte man statt 30 Stunden 30 Tage nicht mehr geduscht und überhaupt …

Doch mit diesem hochwertigen Packsystem 2.1, entwickelt und stetig verbessert von Anke, lässt es sich aushalten:

Tipp 1: Wichtige Dokumente ins zusätzliches Handtäschchen
Auf dem Weg zum Flughafen trage ich meinen großen Reiserucksack auf dem Rücken und mein Bordgepäck vor meinem Bauch oder über der Schulter. Total vollgepackt schiebe ich mich zwischen Leuten durch, fange mir so einige böse Blicke dadurch ein – aber was willste machen – oder breite mich auf den Sitzen aus und dann will auf einmal jemand meinen Reisepass oder mein Zugticket sehen. Äh ja.. wo war das doch gleich? Um die Suche zu vereinfachen und alles gleich griffbereit zu haben, auch wenn ich mich unter all den Klamotten wie ein Michelin-Männchen fühle, stecken jetzt die wichtigsten Dokumente, Handy, Portemonnaie etc. immer in einem kleinen zusätzlichen Handtäschchen, dass um meinen Hals baumelt.

Tipp 2: You change your mind, like a girl changes clothes
‚Cause you’re hot then you’re cold, you’re yes then you’re no, you’re in then you’re out, you’re up and you’re down. Denn dir ist heiß, dann ist dir kalt, dann ziehst du was drüber, dann ziehst du es aus, dann drückt der Bund, dann juckt der Fuß.

Um auf alle Eventualitäten der manchmal nicht nachvollziehbaren Temperaturregelung im Flugzeug und den unter den Umständen höchstmöglichen Bequemlichkeits- und Wohlfühlfaktor zu erreichen enthält das Bordgepäck folgende Wäschestücke, welche gleich nachdem das Anschnall-Licht ausgeht angelegt werden: Dicke Socken für die kalten Füße, die keine Lust haben die vielen Stunden im Schuh eingeengt zu werden. Das verhindert Geruchsbildung und sehen – wenn man die richtigen Socken wählt – auch noch schön und plüschig aus. Wie ein Baby-Hamster auf Reisen. Eine gemütliche Chillerpants muss her und ein Jäckchen drüber. Im Gegensatz zum Pulli muss man das Jäckchen nicht unter kleinstmöglichen Platzbedarf über den Kopf ziehen und es ist in der Feinjustierung in Anbetracht der zu berücksichtigenden Außentemperatur leichter zu bedienen.

Tipp 3: Die Flugzeugtoilette wird zum Erfrischungssaloon
Man fühlt sich matschig, klebrig und unwohl nach einem solch langen Flug. Daher enthält mein Bordgepäck stets alle möglichen Hygieneutensilien in Mini-Format. Mini-Waschgel, Mini-Kontaktlinsenlotion, Mini-Creme, Abschminktücher, Zahnbürste und -pasta, Bürste und wenn ich richtig gut drauf bin sogar einen Kajal. Kurz vor der Landung führt mich mein Weg ein allerletztes Mal in den Erfrischungssaloon. Einmal Rundumschlag mit komplettem Kleidungswechsel und ich bin bereit fürs Abenteuer!

Tipp 4: Ein Nacki
Das erste Mal wird auch ein aufblasbares Nackenkissen dabei sein. Ich verspreche mir viel und werde bestimmt bereuen, dass ich daran früher noch nicht gedacht habe.

Tipp 5: Die richtige Bordunterhaltung für übergroße Vorfreude
Ich bin wirklich ein Spätplaner. Klar, die Route steht fest, denn Flug und Camper mussten gebucht werden. Doch was zwischen Adelaide und Melbourne und auf Tasmanien passiert – das ergibt sich erst so spät wie möglich. Im Flugzeug wälze ich meine Reiseführer und jetzt, wo ich direkt auf dem Weg ins Urlaubsland bin, macht die grobe Routenplanung noch fünfmal so viel Spaß!

Ihr seht – es kann losgehen! No worries, mates – ich komm dann mal rum!

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