Kroatien: #Nudelnmachenistauchkochen

Ja, Nudeln machen ist definitiv kochen! Vor allem dann, wenn das unter den wachsamen Augen einer Möwe, unter freiem Himmel, am Meer und im Sonnenuntergang geschieht.

Wir sind auf der Insel Cres, eine doch nicht so kleine Insel nahe des kroatischen Festlands und doch sieht hier alles irgendwie anders aus. Der Weg führt immer höher, bis wir die Kuppe überqueren und auf der anderen Seite wieder runter fahren. Die Straße schlängeln sich entlang der Berge mit einem wunderschönen Blick auf Meer und Festland. Grüne Bäume neben grauen-weißen Steinen, die in scheinbar mühseliger Handarbeit aufgetürmt wurden.

Es scheint so, als ob jemand auf der gesamten Insel kleine Steine zusammengetragen hat und einen damit kleine Mauern und Abgrenzungen geschaffen hat. Überall, auf der ganzen Insel.

Wir erreichen etwa in der Mitte von Cres den Campingplatz Kamp Slatina. Wir können uns einen Platz suchen, der uns gefällt. Also parken wir keine 10 m vom Meer entfernt, unter dichten Tannen, die uns Schatten spenden.

Hier lesen und schnorcheln wir. Sonnen uns und bauen eine Flaschenlampe, die uns genug Licht spendet um unseren Kniffel-Fight auch im Dunkeln fortzusetzen.

Auch hier kämpfen wir mit dem Einstieg ins Meer. Zwar scheint das Wasser irgendwie etwas wärmer zu sein, es lässt uns trotzdem frösteln. Stacksig tapsen wir seitwärts langsam immer tiefer ins Wasser und verfangen uns nur ein paar Mal in unseren eigenen Flossen. Zum Glück machte dabei keiner von uns einen Arschklatscher, denn es lauern Gefahren unter der Wasseroberfläche: Seeigel! Miese Typen!

Sobald wir uns schwimmend fortbewegen konnten, sahen wir sie in ihrer vollen und vollzähligen Pracht. Die schwarzen stacheligen Kugeln lagen auf dem Boden und hingen an den Steinwänden. War ich froh, trotz des schwierigen und unbeholfenen Einstieg ins Wasser die Flossen an meinen Füßen zu haben.

Ich lag also im Wasser auf dem Bauch und begann langsam zu paddeln. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell man sich mit dieser Verlängerung an den Füßen fortbewegen kann. Auch hier senkte sich eine Stille über mich, sobald ich die Unterwasserwelt betrachtete und Fischchen verfolgte. Nur der eigene verlangsamte Atem (cccccchhh ccccchhh) und das Knistern in den Ohren.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s