Crashkurs: Slowenische Verkehrsregeln

Wieder erreichten wir im Dunkeln unser nächstes Ziel – den Ort Bled in Slowenien. Eigentlich hatten ich geplant, dass wir im Hellen unsere nächstes Ziel erreichen wollten. Doch wie so oft macht uns das eine oder andere Vorkommnis / Stopp sowie mein mich manchmal (manche Fragen würden bestimmt auch „öfter“ sagen) fehl leitendes Zeitmanagement einen Strich durch die Rechnung.

Ein kleines Fußbad im Fluss, Einkaufen vor dem Hintergrund der österreichischen Alm (jedenfalls habe ich mir so eine Alm nach „Heidi“ vorgestellt), das Aufschlagen des Camps zum Mittagessen auf einem Rastplatz und der doch etwas teurer ausfallende Erwerb einer Vignette für Slowenien.

Sobald man das Gegenteil von dem vor Augen hat, was man eigentlich für selbstverständlich und ganz normal gehalten hat, weiß man das Gewohnte erst wieder richtig zu schätzen. In diesem Fall die kostenfreie Nutzung der Autobahn. In Österreich braucht man eine Vignette (10 Tage knapp 10 €) und man zahlt teilweise zusätzlich noch Maut. In Slowenien zahlen PKW- und eingetragene Wohnmobilfahrer für die Vignette 15 € für 7 Tage bzw. 30 € für einen Monat. Wir hatten aber leider das Pech, dass unser VW T4 nicht in diese Kategorie fällt. Denn wenn das Auto/Bus/LKW über der Vorderachse höher als 1,30 m ist, darf man gleich das Doppelte zahlen.

An der Tankstelle kurz vor der slowenischen Grenze, wo wir die Vignette teuer erstanden gab uns die Kassiererin erst einmal einen Crashkurs über die slowenischen Verkehrsregeln:

Immer und überall mit Abblendlicht fahren
– Höchstgeschwindigkeiten:Ortschaften 50 km/h, außerhalb von Ortschaften 90 km/h, Schnellstraßen 100 km/h,
Autobahn“ 130 km/h
– Beim Überholvorgang durchgängig blinken
– Warnblinkanlage beim Rückwärtsfahren

Die Warnblinkanlage beim Rückwärtsfahren einschalten? Wofür hat man denn das Rückwärts-Fahr-Licht erfunden? Als ich meinen slowenischen Bekannten danach fragte, erwiderte er erstaunt, dass er noch nie etwas davon gehört hätte. Doch Kassiererin und Reiseführer waren davon sehr überzeugt.

Nun ja, Vorsicht ist ja bekanntlich besser als Nachsicht, also drückte Chris immer ganz brav auf den Warnblicker-Knopf und ärgerte sich nur etwa jedes zweite Mal darüber, dass die Slowenen spinnen.

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